Alles, was Sie wissen müssen
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Brustchirurgie in Österreich.
Es gibt Silikonimplantate (Gel-gefüllt) und Kochsalzimplantate. Silikonimplantate sind am weitesten verbreitet und bieten ein sehr natürliches Ergebnis. Sie sind in runden und anatomischen (tropfenförmigen) Formen erhältlich. Führende Hersteller sind Mentor, Motiva, Allergan und Polytech.
Achten Sie auf die Qualifikation als Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, langjährige Erfahrung speziell in der Brustchirurgie, Mitgliedschaft in Fachgesellschaften und persönliche Empfehlungen. Ein ausführliches Beratungsgespräch ist unerlässlich.
In der Regel sollte die Brustentwicklung abgeschlossen sein, was meist mit 18 Jahren der Fall ist. Bei medizinischer Indikation (z.B. starke Asymmetrie) kann auch früher operiert werden.
Moderne Silikonimplantate sind sehr langlebig und können 10-20 Jahre oder länger halten. Es gibt keine feste „Ablaufzeit", aber regelmäßige Kontrollen werden empfohlen. Ein Wechsel ist nur bei Beschwerden oder Veränderungen notwendig.
Ja, in der EU zugelassene Brustimplantate unterliegen strengen Qualitätskontrollen und Sicherheitsstandards. Die Hersteller bieten umfangreiche Garantien. Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es Risiken, die im Beratungsgespräch ausführlich besprochen werden.
Im Beratungsgespräch werden Ihre Wünsche und Erwartungen besprochen. Der Chirurg untersucht Ihre Brust, bespricht Implantatoptionen, erklärt die OP-Technik und klärt über Risiken auf. Sie erhalten einen individuellen Behandlungsplan und ein Kostenangebot.
Typischerweise: Blutuntersuchung, ggf. Mammographie oder Ultraschall, EKG und ein Aufklärungsgespräch mit dem Anästhesisten. Der genaue Umfang richtet sich nach Ihrem Alter und Gesundheitszustand.
Blutverdünnende Medikamente (Aspirin, Ibuprofen) sollten 2 Wochen vor der OP abgesetzt werden. Rauchen sollte mindestens 4 Wochen vorher eingestellt werden. Besprechen Sie alle Medikamente mit Ihrem Chirurgen.
Die Größe richtet sich nach Ihrer Körperform, Brustkorb-Breite, Gewebedicke und persönlichen Wünschen. Probetragen mit externen Implantaten und 3D-Simulation helfen bei der Entscheidung.
Die Kosten variieren je nach Klinik, Implantatwahl und Operationstechnik. Ein persönliches Beratungsgespräch gibt Aufschluss über die individuellen Kosten. Einige Kliniken bieten auch Finanzierungsmöglichkeiten an.
Die erste Woche sollten Sie sich schonen. Nach 1-2 Wochen können Sie leichte Bürotätigkeiten wieder aufnehmen. Sport und schwere Belastungen erst nach 6 Wochen. Das endgültige Ergebnis zeigt sich nach 6-12 Monaten.
Ab der 3. Woche nach der OP können spezielle Narbengels oder Silikonpflaster verwendet werden. Sonnenschutz der Narben ist für mindestens 12 Monate wichtig. Die Narben verblassen in der Regel deutlich.
Spaziergänge ab der ersten Woche. Leichter Sport (kein Oberkörper) nach 4 Wochen. Vollständiges Training inklusive Oberkörper nach 6-8 Wochen.
Ja, ein Stütz-BH sollte für mindestens 6 Wochen Tag und Nacht getragen werden. Bügel-BHs erst nach 3 Monaten. Der richtige BH unterstützt die Heilung und das Ergebnis.
Die Implantate „setzen" sich in den ersten Wochen. Das endgültige Ergebnis ist nach ca. 6-12 Monaten sichtbar, wenn alle Schwellungen abgeklungen sind und die Implantate ihre endgültige Position erreicht haben.
Kontaktieren Sie Ihren Arzt bei: starker einseitiger Schwellung, Fieber über 38°C, ungewöhnlich starken Schmerzen, Rötung oder Überwärmung, Flüssigkeitsaustritt aus der Naht.
Bei rein ästhetischer Indikation in der Regel nicht. Bei medizinischer Notwendigkeit (z.B. starke Asymmetrie, Brustrekonstruktion nach Krebs, Beschwerden durch Makromastie) kann eine Kostenübernahme beantragt werden.
Viele Kliniken bieten Ratenzahlung oder Finanzierungsoptionen an. Die Konditionen werden im Beratungsgespräch besprochen.
In der Regel umfasst der Preis: Beratung, OP inklusive Narkose, Implantate, Klinikaufenthalt, Nachsorge und Kontrolltermine. Fragen Sie gezielt nach, was im Angebot enthalten ist.
Mögliche Zusatzkosten: spezielle Kompressionskleidung, Medikamente, Narbenpflegeprodukte, zusätzliche Nachsorgetermine bei Komplikationen.
Bei medizinischer Indikation können die Kosten als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden. Bei rein ästhetischer Motivation in der Regel nicht.